Juniorwahl 2019

Im Hinblick auf die Europawahlen am 26. Mai 2019 führte der Sozialkunde-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 11 am 21. und 24. Mai die Juniorwahl an der IGS Stromberg durch. Teilnehmen konnten alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9-12.

Die Juniorwahl zählt zu den größten Schulprojekten Deutschlands und wurde erstmals im Jahr 1999 durchgeführt. Seitdem beteiligten sich mehr als 3 Mio. Schülerinnen und Schüler an drei Europa-, fünf Bundestags- und 45 Landtagswahlen. Im Jahr 2017 waren es in der Summe 3.490 Schulen, die an diesem Projekt teilnahmen. Träger der Juniorwahl ist der gemeinnützige und überparteiliche Kumulus e.V. aus Berlin, der mit seinem handlungsorientierten Projekt das Interesse Jugendlicher an Politik wecken und meinungsbildende Prozesse zur Stärkung des Urteilsvermögens fördern will. Durch die Vorbereitung auf die Wahlen im Unterricht soll außerdem die politische Bildung der Heranwachsenden in den Vordergrund gestellt werden.

Um die Wahl so realistisch wie möglich zu gestalten, erhielten alle wahlberechtigten Schüler und Schülerinnen im Voraus eine Wahlbescheinigung und mussten sich am Tag der Wahl durch einen Personal- oder Schülerausweis ausweisen können. Dies wurde vor Ort von den Wahlhelfern (Schülerinnen und Schüler des Sozialkunde-Leistungskurses 11) überprüft, welche anschließend jeden Wahlberechtigten einzeln mit seinem Stimmzettel in eine Wahlkabine führten. Die ausgefüllten Stimmzettel wurden dann in einer eigens dafür vorgesehenen Wahlurne gesammelt. Nachdem alle Schülerinnen und Schüler ihre Stimmen abgegeben hatten war es Aufgabe der Wahlhelfer, diese mehrmals auszuzählen. So konnten Irrtümer oder fehlerhafte Ergebnisse verhindert werden.

Der wesentliche Unterschied der Europawahl zur Juniorwahl besteht darin, dass die Union trotz des Stimmenverlusts von 6,4 Prozentpunkten immer noch stärkste Kraft ist. Allerdings sind die Grünen ihnen mit 20,5 % dicht auf den Fersen und feiern auch hier einen Triumph (+9,8 Prozentpunkte), wobei sie im Vergleich zur Juniorwahl 13,4 Prozentpunkte weniger einfuhren. Als großer Verlierer bleibt die SPD, welche 11,5 Prozentpunkte an Stimmen verlor und damit erstmals von den Grünen überholt wurde. So ist sie mit 15,8 % nur noch drittstärkste Partei. Insgesamt kann man aber sagen, dass sich die Ergebnisse von Junior- und Europawahl sehr ähnlich sind.

An der IGS Stromberg nahmen von 347 Wahlberechtigten insgesamt 295 (85,01 % Wahlbeteiligung) Schüler und Schülerinnen an dem Projekt teil. Deutschlandweit sank die Wahlbeteiligung an der Juniorwahl von 80,3 % im Jahr 2014 auf 78,4 % in 2019. Im Gegensatz dazu stieg die deutsche Wahlbeteiligung an den Europawahlen um 13,3 Prozentpunkte auf ganze 61,4 %.

Text und Grafik: Soey Albert (Sk-LK 11)