Gedenkfeier zur Reichspogromnacht

Zum 80. Mal jährt sich die Reichspogromnacht. Als „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ haben wir heute mit der ganzen Schulgemeinschaft dem Beginn der staatlich organisierten Judenverfolgung während des Dritten Reichs gedacht, in deren Folge über 5 Millionen Juden ums Leben kamen. Frau Verbandsbürgermeisterin Anke Denker folgte unserer Einladung und schlug einen Bogen von der Erinnerung an die Zeit damals zu den heutigen Gegebenheiten:

„Ich selbst habe noch Menschen gekannt, die die sogenannte Reichspogromnacht 1933 miterlebt haben. Menschen, die gesehen haben, wie Soldaten die Wohnung jüdischer Mitbürger stürmten, die Menschen verschleppten und die Möbel durch die Fenster auf die Straße warfen. […] Kann ein Pogrom wieder passieren? Bislang war ich der Meinung, nein – so etwas passiert in Deutschland nie wieder. Da bin ich mir heute nicht mehr so sicher. Lange Jahre waren wir auf dem rechten Auge blind. Wir müssen nun erkennen, dass eine Gefahr nicht nur von den rechten, sondern auch von den linken Gruppen ausgeht. […] Zu keiner Zeit ging es uns besser als heute. In einer Demokratie zu leben, ist das höchste Gut. Es ist jedoch an der Zeit, dass wir begreifen, dass die Demokratie von Demokratinnen und Demokraten getragen werden muss!“

Frau Denker ermahnte unsere Schülerinnen und Schüler, sich künftig einzumischen und nicht den Rattenfängern von links oder rechts nachzulaufen, die mit einfachen Antworten die schwierigen Fragen unserer Zeit zu lösen vorgaukeln. Wir danken unserer Verbandsbürgermeisterin für ihr Kommen und dem Vorbereitungsteam der Gedenkfeier für dessen Engagement.