Leseratten bevölkerten die IGS

„Hilfe, mein Kind liest nicht!“ – ratlos stehen Eltern der schwachen Lesekompetenz ihrer Kinder gegenüber. Oft ergibt sich dann eine Gratwanderung zwischen Anbieten, Anlocken, Bitten und sanftem Zwingen, wohl wissend, dass Lesen eine der bedeutendsten Kulturtechniken ist.

Ganz einfache und kreative Lösungen zu diesem Problem bot Eva Pfitzner vom Leserattenservice am 6. November den zahlreich erschienenen Eltern mit ihren Kindern aus den Klassenstufen 4-6. Ihr Vortrag berücksichtigte sowohl die elterlichen Sorgen um ihre leseschwachen Kinder als auch die Interessen und Bedürfnisse von erfahrenen und unerfahreneren jungen Leserinnen und Lesern. Pfitzner wies zu Beginn die Eltern darauf hin, dass im Allgemeinen die Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern bis zur Klasse 7 – manchmal noch darüber hinaus – nicht vollständig ausgebildet sei. Die Eltern konnten auf eindrückliche Weise die Schwierigkeiten ihrer Sprösslinge bei dem sehr komplexen „Leselernprozess“ nachempfinden und neuen Mut schöpfen; ebenso gab die Referentin Tipps für Schülerinnen und Schüler, wie sie mit viel Freude und relativ wenig Aufwand ihre eigene Lesekompetenz steigern können.

Im zweiten Teil ihres Vortrags stellte Pfitzner neue und bekannte Buchtitel vor, welche die Leselust bei Jugendlichen je nach Altersstufe und Interessensgebieten entfachen können oder mit denen sich das Lesen bzw. Vorlesen als gemeinsame Familienunternehmung gestalten lässt.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch die umfangreiche und gemütlich gestaltete Bücherei der IGS Stromberg besucht. Die Lesebegeisterten konnten sich bei den beiden Bibliotheksleiterinnen Jutta Kaucher und Elda Thielmann Bücher ausleihen.